Unsere höchste Luzernerin 2021/2022

Letzten Herbst wurde unsere Grossstadträtin und ehemalige Fraktionschefin Sonja Döbeli Stirnemann zur Ratspräsidentin und damit zur höchsten Luzernerin 2021/2022 gewählt. Dies hat uns sehr gefreut. Zur Halbzeit ihres Amtsjahres haben wir deshalb mit ihr ein Interview durchgeführt, wo sie über ihre Politik sowie auch über ihren Alltag als Ratspräsidentin berichtet:

Zur Person

  • Im Grossen Stadtrat seit: Februar 2007.
     
  • Ich bin in der FDP, weil ich die Grundwerte teile.
     
  • Das fasziniert mich an der Politik: Die Politik ist sehr wichtig. Mitzubestimmen ist ein Privileg. Doch nur wenn wir uns aktiv engagieren, funktioniert unser System der direkten Demokratie. Ich möchte es daher allen ans Herz legen, sich politisch zu engagieren. Ohne Engagement gibt es keine Demokratie.
     
  • Dieses Thema interessiert mich sehr in der Stadt Luzern: Als Stadtpolitikerin muss man sich mit vielen diversen Themen beschäftigen. Das geht von Finanzen, zu Städtebau, zu Klimapolitik bis hin zu Kultur, Schule und Sozialem. Daher ist es wichtig, wenn man sich für möglichst viele Sachen interessiert und nicht monothematisch unterwegs ist.
     
  • Das würde ich in der Stadt Luzern ändern: Natürlich wünsche ich mir aktuell andere politische Mehrheiten im Parlament. Die Links-Grüne Mehrheit entscheidet in meinen Augen oft ideologisch, frei von Fakten.
     
  • Lieblingsort in Luzern: Der Salle Blanche im KKL (siehe unten) - ein wunderschöner Saal. Darauf bin ich rüdig stolz.
     
  • "D'Määs" muess blibe, weil sie zu Luzern gehört wie der Wasserturm.

 

Ein paar Fragen an Sonja Döbeli Stirnemann

  • Du bist letzten Herbst zur neuen Ratspräsidentin und damit zur "Höchsten Luzernerin" gewählt worden. Wie geht es dir in deinem neuen Amt? 
    "Danke, sehr gut. Es ist eine sehr spannende Aufgabe. Zugegeben: ab und zu ist es schwer, kein Votum abgeben zu dürfen."
     
  • Was für Aufgaben hat eine Ratspräsidentin? 
    "Die Hauptaufgabe ist die Ratsleitung. Ich bin verantwortlich, dass der Ratsbetrieb reibungslos läuft. Dass die Traktanden sauber durchdiskutiert und die parlamentarischen Entscheide getroffen werden. Als schöne Nebenaufgabe darf ich die Stadt repräsentieren."
     
  • Was sind deine Ziele in diesem Jahr? 
    "Natürlich möchte ich meine Aufgabe fachlich und handwerklich möglichst gut machen und als gute Ratspräsidentin in Erinnerung bleiben."
     
  • Hast du dieses Jahr unter ein spezielles Motto gestellt? 
    "Als Vizedirektorin des MAZ – Der Schweizer Journalistenschule möchte ich das Verständnis zwischen Politik und Journalismus verbessern. Schliesslich brauchen beide einander."
     
  • Bist du viel unterwegs als Präsidentin? 
    "Nun, während der Pandemie gab es nicht viele Veranstaltungen. Aktuell ziehen die Anfragen an."
     
  • Wie wirst du als FDPlerin bei deinen Auftritten wahrgenommen? 
    "Als Ratspräsidentin repräsentiere ich die Stadt Luzern. Das politische Couleur darf und soll in diesem Amt keine Rolle spielen."
     
  • Was war bisher dein eindrücklichstes Erlebnis? 
    "Natürlich war das gute Wahlergebnis eine schöne Bestätigung meiner bisherigen politischen Tätigkeit. Ansonsten gab es einen Strauss von schönen Erlebnissen und Begegnungen, ohne dass ich jetzt eines explizit herausstreichen möchte."


Das Interview führte Lukas Blaser, Geschäftsleitungsmitglied der FDP Stadt Luzern.