Aus dem Stadtparlament

Ein anstrengender Ratstag mit vielen Geschäften liegt hinter uns. Wie immer haben wir drei davon für Sie ausgewählt:

Zum neuen Konzept für das Stadtfest sagte Fraktionssprecher Marco Baumann, dass die Fraktion sich für eine Chance an die Stiftung „Lozärn hilft“ und für einen Beitrag ans Fest ausgesprochen habe, obwohl sie sich viele Fragen gestellt habe. Das Konzept beinhalte Anliegen von Menschen, die sich bisher nicht mehr mit dem Fest identifizieren konnten. «Und das Konzept verspricht, dass es auch verkleinert einen wertvollen Beitrag für die Luzerner Bevölkerung leisten kann.» Er erwähnte jedoch auch die Skepsis der Fraktion und das Unverständnis, weshalb die Austragung des Fests Aufgabe der Stadt sein soll. Als grösste Knacknuss erwähnte er den überaus grosszügigen finanziellen Beitrag von knapp einer Million Franken. Ebenfalls nicht klar erscheint ihm die Defizitgarantie. Die FDP-Fraktion stellte deshalb den Antrag, die Defizitgarantie vollständig zu streichen. Der Antrag scheiterte, doch die Defizitgarantie wurde von CHF 240‘000 auf CHF 100‘000 Franken gekürzt.
 
Rieska Dommann äusserte sich zur Motion 266: «Erdgas konsequent durch erneuerbare Energieträger ersetzen», die verlangte, dass die Erdgasversorgung in der Stadt vollständig zurückgefahren und in dichtbesiedelten Gebieten durch Wärme-/Kältenetze ersetzt werden sollte, die mit erneuerbaren Energien gespiesen werden. Die Substitution fossiler Energieträger steht für ihn ausser Frage. Er erinnerte jedoch daran, dass verschiedene Nutzer noch auf Erdgas angewiesen sind und aufgrund der Gesetze der Rückgang beim Gasverbrauch ohnehin massiv beschleunigt wird. «Aus Sicht der FDP-Fraktion kann es deshalb nicht in erster Linie darum gehen, in der Stadt Luzern die Erdgasversorgung zurückzufahren, sondern es muss uns gelingen, genügend rasch Alternativen anbieten zu können.» Die FDP-Fraktion stimmte der Überweisung der Motion zu.
 
Marc Lustenberger hätte sich vom Stadtrat eine weniger defensive Antwort auf seiner dringlichen Interpellation zu einem möglichen Abriss oder Neubau des Luzerner Theaters gewünscht. Sein Vorstoss, welchen die Bildungskommission unterzeichnet hatte, hatte nicht zum Ziel, eine juristische Fachdiskussion auszulösen, sondern einen politischen Appell zu geben und ein Signal im Sinne von: «Bitte, lieber Stadtrat, setz dich mit allen Mitteln und Kräften dafür ein, dass ein modernes, überzeugendes und erneuertes Theater am bisherigen Standort möglich wird. Diesen Kampfgeist haben wir bis jetzt noch vermisst.» Wichtig sei den Interpellanten weiterhin, einen Architekturwettbewerb auszuschreiben unter Einbezug verschiedener Varianten.

Verbunden mit diesen Ausführungen wünschen wir einen erfreulichen Wochenausklang und ein vergnügliches Wochenende

Ihr Fabian Reinhard