«Mich reizt der Wechsel ins kantonale Parlament»

Sie engagieren sich intensiv für die städtische Politik. Was reizt Sie daran, nun auf die kantonale Ebene zu wechseln? 

Ich politisiere nun seit über 10 Jahren im städtischen Parlament. Auch dank meiner langjährigen Funktion als Fraktionschefin konnte ich einen tiefen Einblick in die städtische Politik gewinnen. Sehr viele wichtige Entscheide werden jedoch auf kantonaler Stufe gefällt. Für eine Gemeinde, wie auch für die Stadt Luzern, bleibt die Umsetzung. Daher würde ich gerne mithelfen, die richtigen Stellschrauben eine Stufe höher zu drehen. Daher reizt mich der Wechsel ins kantonale Parlament.

Von linker Seite ist oft der Vorwurf zu hören, der Kanton würde todgespart. Wie sehen Sie das als Finanzspezialistin?

Der Kanton wird nicht zu Tode gespart. Die Ausgaben steigen ja laufend an, so auch in der Bildung. Es stimmt, dass der Kanton kaum finanziellen Spielraum hat und daher dauernd im Sparmodus läuft. Doch diese Finanzpolitik wurde mehrfach von der Bevölkerung bei Abstimmungen gestützt. Daher gilt es diese Politik auch umzusetzen.

Für welche Themen werden Sie sich bei ihrer Wahl einsetzen?

Die Stadt und die grösseren Zentren im Kanton sind der Wirtschaftsmotor des Kantons. Diese Zentren gilt es zu pflegen – auch im Hinblick auf die schwierige kantonale Finanzsituation. Beim neu vorgeschlagenen interkantonalen Lastenausgleich werden diese Zentren eher geschwächt als gefördert. Hier würde ich versuchen, mich im Sinne der Stadt und des ganzen Kantons einzubringen.

Sonja Döbeli

Politische Funktion: Fraktionschefin FDP.Die Liberalen Stadt Luzern, Grosser Stadtrat
Ausbildung: Betriebsökonomin
Beruf aktuell: Finanzchefin