«Für ein Luzern, wo wir gerne wohnen und arbeiten»

Du warst Geschäftsführerin der FDP.Die Liberalen Kanton und hast dich jetzt erstmals als Kandidatin zur Verfügung gestellt. Was hat dich zu diesem Entscheid bewogen?

Als Herzblut-Liberale war für mich immer klar, dass ich mich auch nach meiner Zeit als Geschäftsführerin für die FDP engagieren werde. Parteien leisten einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Das sollten wir nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen, sondern unseren Teil dazu beitragen. Ich bin Stadtluzernerin, fühle mich aber aufgrund meiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten genauso mit dem Kanton verbunden. Mit den politischen Abläufen bin ich bestens vertraut. Das hat mich zur Kandidatur für den Kantonsrat bewogen.

Durch deine Anstellung am Kantonsspital hast du einen vertieften Einblick ins Gesundheitswesen. Was müsste man deiner Meinung nach ändern, um die steigenden Kosten zu bremsen?

Auch im Gesundheitswesen gilt es die Eigenverantwortung hochzuhalten: Jede und jeder kann seinen Beitrag leisten, die Kosten zu senken. Als Versicherte indem wir auf unsere Gesundheit Acht geben, uns informieren und unseren Leistungsanspruch an das Gesundheitswesen hinterfragen. Die Leistungserbringer können dazu beitragen, indem sie ihre Leistungen transparent erbringen und auf innovative Modelle setzen. Die Spitallandschaft wird sich in den nächsten Jahren verändern. Hier gilt es, neue Wege zu gehen, damit wir auch künftig von einer guten Versorgung profitieren können.

Bei welchen Themen würdest du dich als Kantonsrätin am liebsten einbringen?

Ein offenes und lebendiges Luzern liegt mir am Herzen. Damit wir diese Lebensqualität und die damit verbundenen Infrastrukturen finanzieren können, brauchen wir Arbeitsplätze und gesunde Finanzen. Deshalb würde ich mich für ein Luzern einsetzen, wo wir gerne wohnen und arbeiten. Voraussetzungen dafür sind eine gute Durchmischung von Wohn-, Arbeits- und Freizeitflächen, Wohnraum für alle Einkommensklassen und eine attraktive Steuerpolitik. Mit familienfreundlichen Betreuungsangeboten, einem vielseitigen Bildungssystem und altersgerechten Wohnangeboten stellen wir sicher, dass sich Jung und Alt wohlfühlen. Schlussendlich sorgt auch eine vielseitige Mobilitätspolitik dafür, dass wir in Luzern gerne wohnen und arbeiten. Wir sollten mit allen Verkehrsmitteln vorwärts kommen!

Jacqueline Theiler

Alter: 37
Politische Funktion: Vorstand Donatorenvereinigung FDP.Die Liberalen Luzern,  Wahlkampfleiterin 2019 FDP.Die Liberalen Stadt Luzern
Ausbildung: Universität Fribourg, Politikwissenschaften mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre
Beruf aktuell: Verantwortliche Baukommunikation / Public Affairs und nebenberuflich selbständig
Mitgliedschaften: Stiftungsrat Wohnheim Hermolingen Rothenburg, Mitglied Soroptimist International Club Luzern Saphir (Serviceclub für berufstätige Frauen)