«Die Entwicklung von neuen Technologien im Umweltbereich hat grosses Potenzial»

Aktuell arbeitest du als Verantwortlicher Aufsicht bei der CONCORDIA und absolvierst nebenbei ein MAS im Bereich Risk Management. Was bewegt dich, als Kantonsrat für die FDP zu kandidieren?

Politische Themen und Prozesse interessieren mich schon seit der Sekundarschule. Anfangs 2018 habe ich mich entschieden, der FDP.Die Liberalen beizutreten. Von Anfang an war für mich klar, dass ich mich politisch aktiv engagieren will. Neben der Mitgliedschaft im Fachpool ergibt sich nun mit den Kantonsratswahlen eine weitere spannende Möglichkeit, um meine Ideen einzubringen und den politischen Betrieb besser kennenzulernen.

Gerade bei jungen Menschen sind der Klimawandel und andere Umweltthemen von grosser Wichtigkeit. Wie sind freisinniges Gedankengut und Umweltmassnahmen im Kantonsrat zu vereinbaren?

In erster Linie gilt für mich der Ansatz, dass wir alle von den aktuellen Problemen betroffen sind, ungeachtet der Parteizugehörigkeit. Die politischen Vorstösse der linken Parteien verfolgen zwar gute Ansätze, sind jedoch zu extrem, verfehlen ihr Ziel oder setzen falsche Anreize. Eine politische Mehrheit lässt sich so nicht finden und der Status quo bleibt erhalten. Massnahmen, welche den Klimawandel adressieren, müssen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht zwingend einschränken. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Entwicklung von neuen Technologien im Umweltbereich grosses Potenzial in sich trägt. Vor allem dort kann der Kanton Luzern mit einer attraktiven Steuer- und Standortpolitik optimale Voraussetzungen für innovative Unternehmen schaffen.

Welche weiteren politischen Themen sind Ihnen wichtig?

Als Mitglied des Fachpools Gesundheit und dank meines beruflichen Hintergrunds liegt mir die Gesundheitspolitik nahe. Es ist mir ein Anliegen, dass wir auf kantonaler Ebene hinsichtlich Transparenz im Gesundheitswesen weiter am Ball bleiben. Aktuell besteht kaum Wettbewerb zwischen den Leistungserbringern, da sich Patienten vor einer medizinischen Behandlung zu wenig über Kosten und Qualität informieren können. Die Politik muss die Grundlagen für entsprechende Systeme und Instrumente schaffen.

Fabian Imfeld

  • Alter: 29 Jahre
  • Politische Funktion: Mitglied Fachpool Gesundheit, Soziales und Integration
  • Ausbildung: BSc Business Administration, Cand. MAS Risk Management
  • Beruf aktuell: Verantwortlicher Aufsicht, CONCORDIA
  • Mitgliedschaften: Guuggenmusig Bärg-Wörze Uedlige